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Sperrholz – das Multitalent unter den Plattenwerkstoffen

Sperrholz gibt es in verschiedenen Qualitäten – passend zu jedem Bauvorhaben

Als Sperrholz bezeichnet man Holzwerkstoffplatten, die aus mindestens drei Furnierlagen bestehen. Diese Lagen werden dabei gegeneinander verleimt, um maximalen Belastungen standhalten zu können. Furnierplatten mit fünf und mehr Furnierlagen bezeichnet man als Multiplexplatten. Hier können auch verschiedene Holzarten miteinander kombiniert werden, denn die Eigenschaften und Einsatzgebiete werden nicht nur durch Holzqualitäten und Aufbau, sondern auch durch Verleimung und Art des verwendeten Holzes bestimmt. Da ein Großteil des Sperrholzes aus anderen europäischen Ländern importiert wird, sind die Qualitätsbezeichnungen nicht einheitlich. Die höherwertigste Qualität wird mit A oder I bezeichnet, die schlechteren Qualitäten werden absteigend mit IV oder C ausgewiesen. Werden zwei Bezeichnungen mit einem Schrägstrich / getrennt, z. B. "A/BB", so heißt das: Qualität Vorderseite / Qualität Rückseite. Bei nur einer Bezeichnung, z. B. "B", werden beide Seiten in Qualität B erzeugt.

Die Vorteile von Sperrholz im Überblick:

  • hohe Tragkraft und Belastbarkeit (Biege-, Zug-, Druck- und Schubfestigkeit)
  • hohe mechanische Beanspruchbarkeit
  • geringe Verformungsneigung
  • hoher Verschleißwiderstand
  • Oberflächen in verschiedenen Güteklassen erhältlich

Bei Sperrholz bestimmen Verleimung und Holzart die Verwendung

Die Verleimung von Sperrholz bestimmt in vielen Fällen den Verwendungszweck und gehört zur Plattenbezeichnung. So verfügen Sperrhölzer für Bauzwecke beispielsweise über eine Verleimung, die wasser- und auch kochfest ist. Diese Angaben beziehen sich jedoch nur auf den verwendeten Leim, nicht aber auf den Werkstoff als solchen. Zum Einsatz kommen hier hauptsächlich Phenolharzformaldehydleime. Sperrhölzer für den Einsatz unter trockenen (Nutzungsklasse 1) oder feuchten (Nutzungsklasse 2) Bedingungen werden hauptsächlich mit Urea-Formaldehyd-Leim verleimt. Selbstverständlich erfüllt auch dieser Leim alle geltenden europäischen Normen und Grenzwerte und kann somit unbedenklich auch im Wohnbereich verwendet werden.

Für die Herstellung von Sperrholz kommen nahezu alle typischen Holzarten in Frage. Die jeweilige Holzart bestimmt dabei gemeinsam mit der Verleimung den Verwendungszweck. Während Nadelhölzer wie Fichte, Kiefer und Elliottis Pine typische Einsatzzwecke im Baubereich abdecken, sind Laub- und Bunthölzer eher im Bereich der allgemeinen Verwendungszwecke zu finden. Dabei ist Sperrholz aus Birke eine der am häufigsten verwendeten Holzwerkstoffe und kann dank seiner hervorragenden Eigenschaften sowohl für den privaten als auch für den gewerblichen Zweck genutzt werden.

Unsere Experten kennen die fachlichen Hintergründe und können Sie deshalb auf Wunsch in unserem Holzfachmarkt in Hannover optimal zu allen Aspekten rund ums Bauen mit Holz beraten.

Stab-/Stäbchensperrholz – optimal für den Möbelbau

Stabsperrholz (früher auch Tischlerplatte genannt) besteht aus mindestens zwei Deckfurnieren und einer Mittellage aus verleimten oder nicht verleimten 7 mm bis 30 mm breiten Vollholzstäben. Sie haben ein relativ geringes Gewicht, lassen sich gut furnieren und sind mit allen Holzbearbeitungswerkzeugen und -maschinen leicht zu bearbeiten. Im Möbelbau werden sie aufgrund ihrer Eigenschaften beispielsweise für großflächige, selbsttragende Teile wie Türen, Fachböden oder Korpusteile verwendet. Im Innenausbau eignen sie sich hingegen für den Bau von Verkleidungen, Einbaumöbeln und Türblättern. Im Bauwesen finden diese Platten als großformatige Schalungsplatten für den Betonbau Anwendung. Bei Stäbchensperrholz besteht die Mittellage aus verleimten Schälfurnieren, die auf beiden Seiten mit einem Absperrfurnier versehen werden. Anwendungsbereiche für Stäbchensperrholz sind der Möbel-, Laden- und Fahrzeugbau.

Ihre ausgezeichneten Produkteigenschaften sowie ihre Langlebigkeit ermöglichen extreme Belastungen und ungewöhnliche Einsatzbereiche. Darüber hinaus lässt ihre exakte Verarbeitung auch Hochglanzflächen und Kunststoffbeschichtungen zu. Ob Sperrholz, Arbeitsplatten, Dekorplatten oder Konstruktionsvollholz – wir beraten Sie gerne zu all Ihren Projekten und halten neben den benötigten Werkstoffen auch das passende Zubehör für Sie bereit.