Es ist verständlich, wenn Sie als Vermieter eine möglichst robuste Bodenlösung anstreben, die eine lange Lebensdauer verspricht. Welcher Boden bietet die höchste Widerstandskraft? Nehmen ich einen Vinylboden für die Mietwohnung, Laminat oder einen Designboden? Und zieht Parkett in dieser Hinsicht auf jeden Fall den Kürzeren?
- Entscheidender Faktor: die Nutzungsklasse! Tatsächlich kann man nicht pauschal sagen „Vinyl ist robuster als Laminat“ oder ähnliches. Laminat, Vinyl und PVC-freie Design-Böden erhalten Sie mit unterschiedlicher Abrieb- und Kratzfestigkeit. Schauen Sie deshalb primär auf die Nutzungsklasse (NK). Allerdings werden Naturböden wie Parkett und Massivholzdielen nicht in Nutzungsklassen eingeordnet.
- Geöltes Parkett bekommt vielleicht schneller Gebrauchsspuren. Während jedoch z.B. zerkratztes Laminat unansehnlich aussieht, gewinnt ein Parkettboden durch Gebrauchsspuren an Charakter. Darüber hinaus lässt sich Parkett im Lebenszyklus einmal abschleifen und wieder aufbereiten. Allerdings ist eine gute Pflege wichtig, um den Charme des Parketts zu erhalten!
- Lackiertes Parkett ist pflegeleicht und gut geschützt gegen Schmutz und Feuchtigkeit. Die Lackoberfläche ist allerdings nicht so widerstandsfähig wie Laminat oder Vinyl mit solider Nutzungsklasse. Ein gewisses Maß an Sorgfalt durch die Mieter sollte hier Voraussetzung sein!
Unser Tipp: Setzen Sie bei normal- bis intensiv genutzten Wohnbereichen mindestens auf die Nutzungsklasse 23/33!
